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Osmoseanlagen · Mineralien

Osmosewasser und Mineralien: Leer, gesund, remineralisiert?

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Osmosewasser ist fast mineralfrei. Ob das ein Problem ist, wie es schmeckt, was eine Remineralisierung bringt und warum Aquarianer und Baristas genau dieses Wasser wollen.

Kurz gesagt

  • Osmosewasser hat einen TDS-Wert von 5 bis 30 mg/l, Leitungswasser 200 bis 600.
  • Gesundheitlich unproblematisch, wenn du normal isst; Mineralien kommen zu über 90 Prozent aus Nahrung.
  • Remineralisierungskartuschen mit Calcit und Magnesium heben Geschmack und pH-Wert.
  • Für Kaffee, Tee, Aquarium und Dampfgeräte ist definiertes Wasser der Vorteil.

Was im Osmosewasser fehlt

Die Membran hält Calcium, Magnesium, Natrium, Hydrogencarbonat und alle anderen gelösten Stoffe zu 95 bis 99 Prozent zurück. Aus einem Leitungswasser mit 400 mg/l Gesamtmineralisation wird ein Reinwasser mit 5 bis 30 mg/l. Das ist weniger als in jedem natürlichen Mineralwasser und nahe an destilliertem Wasser.

Ist das ungesund?

Nein, solange du isst. Der Körper deckt seinen Bedarf an Calcium, Magnesium und Natrium zu über 90 Prozent aus Lebensmitteln. Der oft zitierte Bericht der WHO zu „demineralisiertem Wasser" bezieht sich auf Bevölkerungen, die über Jahre ausschließlich entsalztes Meerwasser trinken und sich einseitig ernähren. In einem deutschen Haushalt mit Gemüse, Milchprodukten, Vollkorn und Nüssen spielt das Wasser für die Mineralversorgung eine Nebenrolle. Wer allerdings bisher magnesiumreiches Mineralwasser als Ergänzung genutzt hat, sollte das im Kopf behalten. Details im Beitrag Mineralien im Wasser.

Wie es schmeckt

Flach, weich, „nach nichts". Manche empfinden das als rein, andere als leer. Der pH-Wert liegt oft leicht unter 7, weil gelöstes Kohlendioxid nicht mehr gepuffert wird. Für Tee und Kaffee ist das zweischneidig: Zu weiches Wasser extrahiert sauer und dünn, deshalb mischen Baristas Osmosewasser gezielt mit Mineralien auf 50 bis 150 mg/l.

Remineralisierung

Eine Kartusche mit Calcit (Calciumcarbonat) und Magnesiumoxid oder Dolomit, die nach der Membran sitzt. Das Wasser löst beim Durchfluss einige Milligramm Mineralien, der pH-Wert steigt auf 7 bis 8, der Geschmack wird runder. Die Werte liegen typischerweise bei 30 bis 80 mg/l Gesamtmineralisation, weit unter Leitungswasser, aber genug für den Geschmack. Kartuschen halten sechs bis zwölf Monate und kosten 20 bis 50 Euro. Alternativ: eine Prise Mineralsalz für Osmosewasser, wie es Aquaristik und Kaffeeszene nutzen.

Wo mineralfreies Wasser ein Vorteil ist

  • Kaffee und Tee: definierte Härte durch eigenes Aufmineralisieren, keine Kalkränder in der Maschine.
  • Aquarium: Ausgangswasser ohne Nitrat und Phosphat, das exakt auf die Fische eingestellt wird.
  • Dampfbügeleisen, Luftbefeuchter, Kaffeevollautomat: kein Kalk, keine weißen Ablagerungen.
  • Babynahrung: ohne Nitrat, Blei und Uran, aber immer frisch und in den ersten Monaten abgekocht.

Häufige Fragen

Kann ich Osmosewasser mit Mineralwasser mischen?

Ja, ein Teil Mineralwasser auf drei Teile Osmosewasser ergibt ein leicht mineralisiertes, gut schmeckendes Wasser. Umständlich, aber es funktioniert.

Laugt Osmosewasser den Körper aus?

Nein. Das ist ein Mythos aus Versuchen ohne Nahrung. Wer isst, verliert keine Mineralien durch weiches Wasser.