Trinken macht keine Falten weg, aber Wassermangel sieht man zuerst im Gesicht. Was die Haut wirklich braucht, warum hartes Wasser sie reizt und was beim Duschen zählt.
Kurz gesagt
- Gut hydrierte Haut ist elastischer und weniger fahl, aber Trinken ersetzt keine Pflege.
- Hartes Wasser hinterlässt Kalk und Seifenreste auf der Haut und trocknet sie aus.
- Kurz und lauwarm duschen schützt die Hautbarriere mehr als jede Creme.
- Bei Neurodermitis kann weiches Wasser den Unterschied machen.
Von innen: Was Trinken für die Haut tut
Die Haut ist das größte Organ und besteht zu rund 60 bis 70 Prozent aus Wasser. Bei Wassermangel wird sie zuerst schlechter versorgt, weil der Körper Blut ins Innere umleitet. Die Folge: fahler Teint, tiefere Fältchen, trockene Lippen, langsamere Wundheilung. Wer normal trinkt, hat davon nichts. Wer chronisch zu wenig trinkt, sieht den Unterschied nach ein bis zwei Wochen mit genug Wasser. Darüber hinaus gilt: Mehr als genug macht die Haut nicht praller, das Wasser landet in der Blase.
Von außen: Was hartes Wasser mit der Haut macht
Calcium und Magnesium im harten Wasser reagieren mit Seife zu Kalkseife, einem Film, der auf der Haut bleibt und juckt. Gleichzeitig verändert hartes Wasser den pH-Wert der Hautoberfläche nach oben, was die Schutzbarriere schwächt. Menschen mit trockener Haut oder Neurodermitis merken beim Umzug von einer Weichwasserregion in eine Hartwasserregion oft eine deutliche Verschlechterung. Wie hart dein Wasser ist, steht unter Regionen.
Was hilft
- Kürzer und kühler duschen: Fünf Minuten bei 35 Grad statt fünfzehn bei 40. Heißes Wasser löst das Hautfett, das die Barriere bildet.
- Weniger Seife: Ein mildes, pH-neutrales Duschmittel, nicht überall, nicht jeden Tag.
- Nach dem Duschen eincremen: Innerhalb von drei Minuten, solange die Haut noch feucht ist.
- Duschfilter oder Enthärter: Bei sehr hartem Wasser und empfindlicher Haut bringt ein Enthärter im Haus oder ein Duschfilter mit Ionentauscher spürbar etwas. Aktivkohle-Duschfilter helfen gegen Chlor, nicht gegen Kalk.
- Gesicht mit weichem Wasser: Abgekochtes oder gefiltertes Wasser zum Waschen ist ein alter Trick, der bei Kalkproblemen funktioniert.
Baden und Schwimmen
Chlorwasser trocknet die Haut aus und reizt Augen und Schleimhäute. Nach dem Schwimmen mit klarem Wasser abduschen und eincremen. Salzwasser ist für die meisten Hauttypen angenehmer, bei Neurodermitis oft sogar hilfreich, aber ebenfalls abspülen.
Zum Ausprobieren
Härte-Umrechner°dH, °fH, °e, mmol/l und ppm ineinander umrechnen, Härtebereich und Entkalkungsrhythmus ablesen.Wasserbedarf-RechnerGewicht, Alter, Wetter, Bewegung: dein persönlicher Richtwert in Litern und Gläsern.Häufige Fragen
Wie viel muss ich trinken, damit die Haut besser aussieht?
So viel, wie der Wasserbedarf-Rechner sagt, nicht mehr. Der Unterschied zwischen zu wenig und genug ist sichtbar, der zwischen genug und viel nicht.
Hilft Thermalwasser-Spray?
Es kühlt und beruhigt kurzfristig. Verdunstet es ungeschützt, trocknet es die Haut eher aus. Danach also eincremen.
Teilen




