Aquaviana

Regionen · Sachsen

Dresden: Wasserhärte, Herkunft, Geschmack

6,0 °dH·weich·Talsperre

Dresden trinkt zu einem großen Teil Talsperrenwasser aus dem Erzgebirge, das im Wasserwerk Coschütz aufbereitet wird, dazu Elbe-Uferfiltrat aus Hosterwitz und Tolkewitz. Das Talsperrenwasser ist mit 4 bis 6 °dH sehr weich.

Wasserhärte

6,0 °dHweich
8,414

Kaum Kalk, wenig Waschmittel, ideal für Tee und Espresso. Sehr weiches Wasser kann Kupferleitungen angreifen. Entkalken: alle 3 Monate.

Aquaviana rät

  • Sehr weiches Wasser: kaum Kalk, wenig Waschmittel, ideal für Tee.
  • Stadtteile mit Elbwasser (Osten, Süden) haben 8 bis 10 °dH, immer noch mild.
  • Weiches Wasser ist mineralarm, Calcium und Magnesium kommen hier aus dem Essen.

Woher das Wasser kommt

Rund die Hälfte des Dresdner Wassers stammt aus den Talsperren Klingenberg und Lehnmühle im Osterzgebirge, das im Wasserwerk Coschütz mit Flockung, Filterung und Ozon aufbereitet wird. Die andere Hälfte gewinnen die Werke Hosterwitz und Tolkewitz als Uferfiltrat der Elbe, teils mit künstlicher Grundwasseranreicherung. Je nach Stadtteil überwiegt eine Herkunft, was sich an der Härte ablesen lässt.

Härte und Geschmack

Talsperrenwasser aus Granit und Gneis ist mit 4 bis 6 °dH sehr weich, Elbwasser liegt bei 8 bis 10. Dresden hat damit das weichste Wasser der zwölf hier beschriebenen Städte. Es schmeckt klar und leicht, fast wie stilles Quellwasser, mit wenig Calcium (20 bis 40 mg/l). Nitrat ist niedrig, der pH-Wert liegt wegen der Aufbereitung leicht basisch.

Was das im Alltag heißt

Kaum Kalk: Wasserkocher alle drei Monate, Waschmaschine auf „weich", Waschmittel sparsam dosieren. Tee und Kaffee schmecken direkt aus dem Hahn, ein Filter ist unnötig. Wer viel Mineralien aus dem Wasser gewohnt ist, bekommt sie hier nicht; ein calciumreiches Mineralwasser oder gute Ernährung gleicht das aus. Für Espressomaschinen ist das weiche Wasser ein Segen.