Aquaviana

Regionen · Baden-Württemberg

Stuttgart: Wasserhärte, Herkunft, Geschmack

11,0 °dH·mittel·Seewasser

Stuttgart trinkt zu einem großen Teil Bodenseewasser, das aus 60 Metern Tiefe entnommen, gefiltert und über 150 Kilometer in die Stadt geleitet wird. Dazu kommt härteres Grundwasser der Landeswasserversorgung aus dem Donauried. Das Ergebnis ist weich bis mittel und sehr neutral.

Wasserhärte

11,0 °dHmittel
8,414

Der Normalfall in vielen Städten: moderater Kalk, guter Geschmack, normale Waschmitteldosierung. Entkalken: alle 6 bis 8 Wochen.

Aquaviana rät

  • Bodenseewasser ist weich (rund 9 °dH), Kalk ist in Stuttgart ein kleines Thema.
  • Stadtteile mit Landeswasser aus dem Donauried liegen bei 14 bis 18 °dH, die Netze zeigen die Zone nach Adresse.
  • Für Kaffee und Tee direkt aus dem Hahn geeignet, ohne Filter.

Woher das Wasser kommt

Die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt bei Sipplingen Wasser aus 60 Metern Tiefe, filtert es über Mikrosiebe, Ozon und Sand und pumpt es über 1.700 Kilometer Leitungen in weite Teile Württembergs. Stuttgart ist ihr größter Abnehmer. Ergänzt wird es durch die Landeswasserversorgung, die Grundwasser und Donauwasser im Donauried aufbereitet. Beide Wässer werden im Stadtnetz zonenweise verteilt und teils gemischt.

Härte und Geschmack

Bodenseewasser hat rund 9 °dH und schmeckt neutral, fast wie leichtes Mineralwasser. Landeswasser aus dem Donauried liegt bei 14 bis 18 °dH. Wo beides gemischt wird, kommen 10 bis 13 °dH heraus. Nitrat ist niedrig, Chlor wird zur Netzsicherung in kaum wahrnehmbaren Mengen zugesetzt. Der pH-Wert ist mit 7,6 bis 8,0 leicht basisch.

Was das im Alltag heißt

Stuttgart hat für eine Großstadt ungewöhnlich weiches Wasser, ideal für Tee, Kaffee und Haut. Entkalken alle drei Monate reicht in Bodenseezonen. Wer in einer Landeswasserzone wohnt, entkalkt öfter. Die Stuttgarter Mineralquellen, die zweitgrößten Europas nach Budapest, sind übrigens nicht das Leitungswasser, sondern Heil- und Badewasser aus 19 Quellen.