Aquaviana

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München: Wasserhärte, Herkunft, Geschmack

15,5 °dH·hart·Quellwasser

München bekommt sein Wasser zu 80 Prozent aus dem Mangfalltal und zu 20 Prozent aus dem Loisachtal, beides Quell- und Grundwasser aus den Kalkalpen. Es wird nicht aufbereitet, nur gelegentlich vorsorglich mit UV behandelt, und gilt als eines der besten Stadtwässer Europas.

Wasserhärte

15,5 °dHhart
8,414

Viel Calcium und Magnesium: gut für den Körper, lästig für Geräte. Regelmäßig entkalken, Waschmittel höher dosieren. Entkalken: alle 4 Wochen.

Aquaviana rät

  • Trinken, wie es kommt: Das Wasser hat Mineralwasserqualität und kostet 0,2 Cent pro Liter.
  • Hart wegen des Kalkgesteins, also regelmäßig entkalken.
  • Die Stadtwerke schützen die Einzugsgebiete mit ökologischer Landwirtschaft, deshalb ist Nitrat niedrig.

Woher das Wasser kommt

Seit 1883 fließt Wasser aus dem Mangfalltal südöstlich von München durch Stollen und Leitungen im freien Gefälle in die Stadt. Ergänzt wird es aus dem Loisachtal bei Garmisch und aus Brunnen in der Münchner Schotterebene. Das Wasser hat sich Jahre durch Kalkgestein und Kies bewegt und braucht keine Aufbereitung. Die Stadtwerke haben rund 3.000 Hektar im Einzugsgebiet an ökologisch wirtschaftende Bauern verpachtet, um Nitrat und Pestizide vom Wasser fernzuhalten.

Härte und Geschmack

Münchner Wasser ist hart, 14 bis 17 °dH, weil es aus Kalkalpen und Schotter stammt. Es kommt ganzjährig mit 8 bis 12 Grad kalt aus dem Hahn und schmeckt frisch und mineralisch. Calcium liegt bei rund 80 mg/l, Magnesium bei 20, Nitrat bei etwa 6 mg/l, Natrium unter 5. Damit ist es fast natriumfrei und für Säuglingsnahrung gut geeignet.

Was das im Alltag heißt

Ein Wasser, für das andere Städte Flaschen kaufen. Der einzige Nachteil ist der Kalk: Wasserkocher alle vier Wochen, Kaffeevollautomat nach Anzeige entkalken. Für Espresso und Tee wird das Wasser mit einem Filter etwas weicher, für alles andere passt es genau so. Kein Chlor, kein Geschmack nach Leitung.