Frankreich trinkt Leitungswasser mit Selbstverständlichkeit: Die Karaffe auf dem Tisch ist gesetzlich kostenlos, Paris hat über 1.200 Trinkbrunnen, und das Wasser aus Seine und Marne wird mit Ozon und Aktivkohle aufbereitet.
Die kurze Antwort
Ja, überall; Restaurants müssen kostenlos Wasser servieren
Aquaviana rät
- „Une carafe d'eau, s'il vous plaît" bekommt jeder Gast kostenlos, in jedem Restaurant.
- Pariser Wasser ist hart (rund 20 bis 30 °fH, also 11 bis 17 °dH), gekühlt schmeckt es gut.
- Die grünen Wallace-Brunnen und die Sprudelbrunnen in Paris führen Trinkwasser.
Paris
Die Hälfte des Pariser Wassers kommt aus Quellen und Grundwasser in der Umgebung, die andere Hälfte aus Seine und Marne, aufbereitet mit Ozon, Aktivkohle und UV. Die Härte liegt bei etwa 11 bis 17 °dH. Über 1.200 Trinkbrunnen stehen in der Stadt, darunter die berühmten dunkelgrünen Wallace-Brunnen von 1872 und mehrere Brunnen, die kostenlos Sprudelwasser liefern. Alles davon ist Trinkwasser.
Das Land
Bretagne, Zentralmassiv, Vogesen und Alpen haben weiches Wasser aus Granit und Schiefer, das Pariser Becken, die Champagne und der Norden hartes Wasser aus Kalk. Über 60 Prozent des französischen Trinkwassers stammen aus Grundwasser. In ländlichen Regionen mit intensiver Landwirtschaft (Bretagne, Beauce) sind Nitrat und Pestizide ein Thema, das die Behörden mit Mischung und Aufbereitung lösen; die Werte werden pro Gemeinde veröffentlicht.
Kultur
Frankreich ist Heimat der großen Mineralwassermarken und trinkt trotzdem weniger Flaschenwasser als Deutschland oder Italien. Die kostenlose Karaffe im Restaurant ist seit Jahrzehnten Gesetz, das Wasserglas gehört zum Essen wie das Brot. Stilles Wasser dominiert, Sprudel ist die Ausnahme.
Häufige Fragen
Kann ich in französischen Ferienhäusern auf dem Land aus dem Hahn trinken?
Ja, wenn das Haus am öffentlichen Netz hängt. Bei eigenem Brunnen oder Zisterne fragen; ein Schild „eau non potable" ist verbindlich.
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