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Portugal: Kann man das Leitungswasser trinken?

Trinkbar

Portugal hat sein Leitungsnetz seit den 1990ern mit EU-Mitteln erneuert; das Wasser ist im ganzen Land trinkbar, schmeckt aber vor allem im Süden nach Chlor. Einheimische kaufen billiges Flaschenwasser aus Gewohnheit.

Die kurze Antwort

Ja, im ganzen Land, mit deutlichem Chlorton

Aquaviana rät

  • Lissabon und Porto: bedenkenlos trinken, im Kühlschrank verfliegt das Chlor.
  • Algarve: trinkbar, aber hart und stark gechlort, Filterkanne oder Flasche für den Geschmack.
  • Flaschenwasser in 5-Liter-Kanistern kostet oft unter einem Euro.

Lissabon und Porto

Lissabon bezieht Wasser aus dem Tejo-Stausee Castelo do Bode und aus Grundwasser, Porto aus dem Douro. Beide Städte bereiten mit Chlor auf, was man vor allem morgens schmeckt. Ein Krug im Kühlschrank löst das Problem in einer Stunde. Die Härte liegt bei 5 bis 12 °dH. Über 98 Prozent der Proben landesweit erfüllen die EU-Werte, ein Wert, der vor 30 Jahren noch bei der Hälfte lag.

Die Algarve

Die Ferienregion im Süden liegt auf Kalk und hat härteres Wasser, dazu lange Leitungswege und mehr Chlor. In trockenen Sommern wird das Wasser knapp, was die Qualität nicht mindert, aber die Preise für Flaschenwasser nicht steigen lässt: Sie gehören zu den niedrigsten Europas.

Kultur

Portugiesen trinken zu Hause viel Leitungswasser, im Restaurant wird Flaschenwasser gebracht, meist ohne zu fragen. „Água da torneira" auf Nachfrage ist unproblematisch. Auf Madeira und den Azoren kommt das Wasser aus Quellen und Lavagestein, es ist weich und sehr gut.

Häufige Fragen

Ist das Wasser auf Madeira trinkbar?

Ja, Madeira hat Quellwasser aus den Bergen, das über die Levadas verteilt wird; das Leitungswasser ist weich und schmeckt gut.