Die Schweiz gewinnt ihr Trinkwasser zu 80 Prozent aus Quellen und Grundwasser, der Rest kommt aus Seen. Zürich allein hat über 1.200 Brunnen, aus denen man bedenkenlos trinken kann.
Die kurze Antwort
Ja, aus dem Hahn und aus jedem Brunnen
Aquaviana rät
- Jeder Brunnen ohne Schild „Kein Trinkwasser" führt Trinkwasser, in Zürich, Basel, Bern und Genf gleichermaßen.
- Flaschenwasser ist teuer, eine Trinkflasche spart pro Tag mehrere Franken.
- Seewasser (Zürich, Genf) wird aufwendig aufbereitet und ist weich und neutral.
Woher das Wasser kommt
Rund 40 Prozent kommen aus Quellen, 40 Prozent aus Grundwasser und 20 Prozent aus Seen. Zürich bezieht sein Wasser zu zwei Dritteln aus dem Zürichsee, das in mehreren Stufen mit Ozon, Sand und Aktivkohle aufbereitet wird, dazu Quell- und Grundwasser. Genf nutzt den Genfersee, Bern Grundwasser aus dem Aaretal. Die Härte wird in der Schweiz in französischen Graden (°fH) angegeben; 25 °fH entsprechen 14 °dH.
Die Brunnenkultur
Über 1.200 öffentliche Brunnen in Zürich, rund 300 in Basel, in jedem Dorf mindestens einer: Die Schweiz ist das Land, in dem man die Trinkflasche unterwegs immer füllen kann. Wo kein Schild „Kein Trinkwasser" steht, ist das Wasser trinkbar. Viele Brunnen führen Quellwasser und sind im Sommer ein Kühlschrank für Getränke.
Preise
Flaschenwasser gehört zu den teuersten Europas, im Restaurant kosten fünf Deziliter leicht sechs bis acht Franken. Leitungswasser wird in vielen Lokalen ebenfalls berechnet, oft mit dem Argument der Servicekosten. Die Trinkflasche ist in der Schweiz eine Frage des Geldbeutels, nicht nur der Umwelt.
Häufige Fragen
Warum ist das Wasser im Mittelland so hart?
Grundwasser aus Molasse und Kalkschotter nimmt viel Calcium auf. In Städten wie Basel und Winterthur liegen 20 bis 35 °fH an, also 11 bis 20 °dH, was für Wasserkocher regelmäßiges Entkalken bedeutet.
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