Die Kleinsten und die Ältesten trinken am wenigsten von selbst. Richtwerte nach Alter, Tricks aus dem Familienalltag und die Zeichen, bei denen du handeln musst.
Kurz gesagt
- Kinder von 1 bis 3 Jahren: rund 0,6 Liter zu trinken, 4 bis 6 Jahre: 0,8 Liter, 7 bis 9 Jahre: 0,9 Liter, ab 10: rund 1 Liter, Jugendliche 1,2 bis 1,5 Liter.
- Senioren brauchen trotz weniger Durst etwa 1,3 bis 1,5 Liter.
- Wasser sichtbar machen, feste Zeiten, eigene Becher und Flaschen.
- Warnzeichen: dunkler Urin, trockener Mund, Verwirrtheit, eingefallene Augen.
Richtwerte nach Alter
| Alter | Trinkmenge pro Tag | Entspricht |
|---|---|---|
| 1 bis 3 Jahre | etwa 0,6 Liter | 3 kleine Becher |
| 4 bis 6 Jahre | etwa 0,8 Liter | 4 Becher |
| 7 bis 9 Jahre | etwa 0,9 Liter | 4 bis 5 Becher |
| 10 bis 12 Jahre | etwa 1,0 Liter | 5 Gläser |
| 13 bis 18 Jahre | 1,2 bis 1,5 Liter | 6 bis 7 Gläser |
| Erwachsene | etwa 1,5 Liter | 7 Gläser |
| Ab 65 Jahren | 1,3 bis 1,5 Liter | 6 bis 7 Gläser |
Das sind Richtwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für normale Tage. Bei Hitze, Sport, Fieber und Durchfall steigt der Bedarf deutlich. Säuglinge unter sechs Monaten brauchen bei Stillen oder Flasche in der Regel kein zusätzliches Wasser.
Was Kindern beim Trinken hilft
- Ein eigener, selbst ausgesuchter Becher oder eine Flasche mit Lieblingsmotiv.
- Wasser immer sichtbar auf dem Tisch, bei jeder Mahlzeit und beim Spielen.
- Feste Rituale: Ein Glas nach dem Aufstehen, eines nach der Schule, eines vor dem Zähneputzen.
- Geschmack ohne Zucker: Eine Scheibe Orange, ein paar Beeren, Gurke. Siehe Wasser, das schmeckt.
- Vorbild sein. Kinder trinken, was die Eltern trinken.
Was Senioren beim Trinken hilft
Das Durstgefühl lässt im Alter nach, manche Medikamente entwässern, und wer nachts nicht aufstehen will, trinkt abends bewusst weniger. Die Folge sind Schwindel, Verwirrtheit, Verstopfung und Stürze, die oft gar nicht mit Trinken in Verbindung gebracht werden. Was hilft: Getränke in Reichweite, ein Trinkplan mit Häkchen, Suppen und wasserreiches Obst, und ein Glas zu jeder Tablette. Der Trink-Tracker funktioniert auch als Strichliste am Kühlschrank.
Warnzeichen, bei denen du handelst
Bei Kindern: weniger als vier nasse Windeln am Tag, eingefallene Augen, trockene Lippen, weinen ohne Tränen, Schläfrigkeit. Bei älteren Menschen: plötzliche Verwirrtheit, dunkler Urin, stehende Hautfalte am Handrücken, niedriger Blutdruck, Schwäche. In beiden Fällen sofort trinken lassen und bei Fieber oder Erbrechen ärztlich abklären.
Welches Wasser für Babys
Leitungswasser ist für Säuglingsnahrung geeignet, wenn es aus einer frischen Leitung kommt (morgens kurz laufen lassen) und im ersten halben Jahr abgekocht wird. Bei Bleileitungen im Altbau oder eigenem Brunnen besser ein Mineralwasser mit dem Hinweis „für Säuglingsnahrung geeignet". Mehr im Beitrag Alte Leitungen.
Zum Ausprobieren
Wasserbedarf-RechnerGewicht, Alter, Wetter, Bewegung: dein persönlicher Richtwert in Litern und Gläsern.Trink-TrackerTipp auf das Glas, sieh den Tagesfortschritt, halte deine Serie. Alles bleibt in deinem Browser.Häufige Fragen
Darf mein Kind Sprudelwasser trinken?
Ja, sobald es das mag. Manche Kinder finden das Prickeln unangenehm. Für Babys und Kleinkinder stilles Wasser.
Sind Saftschorlen für Kinder okay?
Als Ausnahme ja, 1:3 verdünnt. Als Dauergetränk ist auch Schorle Zuckerwasser. Wasser sollte das Hauptgetränk sein, Milch ein Lebensmittel.
Teilen




